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31.07.2010: Zu den „Wurzeln“ des Sibyllenbades - Quellenwanderung mit Barbara Kraus
Vor dem derzeit in Renovierungsmaßnahmen befindlichen Rathaus der Marktgemeinde startete am Sagenbrunnen die Führung zu den Quellen des Sibyllenbades. Frau Kraus, Mitarbeiterin im Gästeservice des Kurmittelhauses, ging zunächst auf die Geschichte des Sibyllenbades und auch den sagenumwobenen Tillenberg ein. Beim Blick auf die Historie des Neualbenreuther Säuerlings, welcher wahrscheinlich schon im 16. Jh.bekannt gewesen sei, durfte ein Hinweis auf den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe nicht fehlen. „Auch über Goethe wird berichtet, dass er von unserem Mineralwasser gekostet und die wohltuende Wirkung gerühmt haben soll, wobei sich der Dichter nicht nur der Heilwässer wegen wiederholt in der Region Marienbad und dem heutigen Stiftland aufhielt“, sagte Kraus mit einem kleinen Augenzwinkern. Bis zur erfolgreichen Bohrung der heute genutzten Heilquellen des Sibyllenbades sei noch viel Zeit vergangen.
Während die Besuchergruppe in Richtung Golfplatz wanderte, erläuterte die Führerin die vulkanischen Hintergründe des Gebietes und erwähnte, zur Überraschung mancher Teilnehmer, dass das Sibyllenbad nicht über Thermalquellen verfüge. Vielmehr seien sowohl die kohlensäurehaltige Sibyllenquelle als auch die Katharinenquelle mit dem radonhaltigen Wasser „kalte Quellen“ und würden mit ca. 10 bis 12C gefördert.
Im Kurmittelhaus würden die ortsgebundenen Heilmittel dann erwärmt, um ihre gesundheitsfördernde Wirkung vollumfänglich entfalten zu können.
Während die Teilnehmer der Wanderung sich direkt an der Sibyllenquelle mit einem Becher Heilwasser erfrischen konnten, erläuterte Frau Kraus die Funktion der Brunnen, den Einsatz und die Wirkweise der Wässer.
„Auch das Sibyllenbader Naturfango kommt nicht ohne Heilwasser aus“, wusste die Gästeführerin zu berichten. Schließlich wird dem Fango das kohlensäurehaltige Mineralwasser der Sibyllenquelle beigemischt und fördert so die Zelldurchblutung der Patienten.
Die Führerin erläuterte, dass die insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen angesagte Behandlung mit radonhaltigem Heilwasser ausschließlich nach vorheriger ärztlicher Konsultation und nur in separaten Einzelbädern erfolge. Als Alleinstellungsmerkmal des Neualbenreuther Hauses in der deutschen Bäderlandschaft führte Kraus aus, dass durch eine spezielle und einzigartige Kombination der beiden Heilwasser auch Rheumapatienten mit internistischen Problemen in den Genuss der schmerzlindernden Wirkung des Radonwassers kommen könnten.
Mit dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen im „Gesundbrunnen“ Sibyllenbad verabschiedete sich Frau Kraus von den interessierten Teilnehmern.

Die Teilnehmer der Exkursion mit ihrer Gästeführerin Barbara Kraus im Quellschutzbereich der„Katharinenquelle“