Medizinische Badetherapien
Die Sibyllenbader Radonbalneotherapie
Radon ist ein hochflüchtiges Edelgas, das im Quellwasser gelöst ist und als schwach radioaktives Element mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen zerfällt. Diese Eigenschaften erfordern eine spezielle Technik, um genügend Radon von der Quelle zum Ort der Behandlung in der Radonwanne zu erhalten.
Kohlensäurebad mit Sauerstoff – Sauerstofftherapie
Die Sauerstoff (O2)-Therapie ist durch den Dresdner Professor Manfred von Ardenne insbesondere in den osteuropäischen Ländern bekannt geworden. Er ließ bei unterschiedlicher körperlicherund geistiger Betätigung die Patienten Sauerstoff inhalieren
und erzeugte dadurch eine verbesserte Sauerstoffversorgung in bestimmten Organen.
Radon-Kohlensäure-Kombinationstherapie
Die Radon-Kohlensäure-Kombinationstherapie verstärkt die
Vorzüge des Radonbades durch ein gleichzeitiges Kohlensäurebad.
Die spezielle Technik wurde im Kurmittelhaus Sibyllenbad
erprobt und danach routinemäßig angewandt. Diese Balneotherapie
mit dem ortsgebundenen Radonwasser und Kohlensäuremineralwasser
ist ein Alleinstellungsmerkmal des Sibyllenbades.
Die Sibyllenbader Kohlensäurebalneotherapie
Kohlensäure (CO2) ist im Heilwasser der Sibyllenquelle und zwei
weiteren „Säuerlings“-Quellen, die dem Sibyllenbad zur Verfügung
stehen, mit einem Gehalt zwischen 800 und 1.500 mg/L
gelöst. Diese drei Quellen übersteigen den vom deutschen Bäderverband
vorgeschriebenen Mindestgehalt von 500 mg/L bis
zum Dreifachen. In der Kohlensäurewanne wird CO2 in Form
von Gasbläschen freigesetzt, die sich auf der Haut des Patienten
festsetzen.
Bewegungstherapie im Wasser
Die Bewegungsbecken enthalten ca. 40% Wasser aus der Kohlensäure- Mineralquelle. In den Aussenbecken liegt der Anteil bei 90 - 100 %. Insbesondere die Stimulation der Hautfunktion durch Kohlensäure und deren gesteigerte Durchblutung empfindet der Gast im Bewegungsbad als besonders wohltuend.