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Pressemeldungen

11.08.2010: Atemschutzübung in Sibyllenbad - Feuerwehren testen Schutzausrüstung in der Sauna

Jeder Bürger und jeder Betrieb ist dankbar für die professionelle Hilfe der Feuerwehren wenn es brennt oder anderweitige Hilfe gefragt ist. So zögerte auch Sibyllenbadchef Gerhard Geiger nicht, als eine außergewöhnliche Anfrage der Floriansjünger an ihn herangetragen wurde. Die Wirkung von Temperatur und Luftfeuchte auf die Ausrüstung der Feuerwehrmänner wollte Tobias Tippmann, 2. Kommandant der Feuerwehr Waldsassen, im Rahmen einer Übung testen. Was lag da näher, als sich den Temperaturen einer Sauna und dem Umfeld von extremen Aufgüssen zu stellen.

Mit kompletter Atemschutzausrüstung und unter ärztlicher Aufsicht hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, bei zwei Aufgüssen die Schutzfunktion seiner Einsatzkleidung zu testen. Da diese aus Wasserdampf diffundierenden Gore-Tex-Material besteht, wurde durch den Aufgusseffekt schnell klar, wie wichtig es bei einem Wohnungsbrand ist, mit Wasser nicht nur wegen entstehender Wasserschäden sparsam umzugehen. Unmittelbar nach Beginn der Aufgüsse war bereits der Wasserdampf auf der Haut spürbar. Trotz der gleich bleibenden Saunatemperatur von ca. 85°C aber einer Luftfeuchtigkeit von etwa 40% war es nach den Aufgüssen kaum möglich, ohne Atemschutz und Schutzkleidung die Sauna zu betreten.

Wellnesschef Herbert Pufke, der den Feuerwehrmänner im Rahmen der Übung so richtig einheizte betonte zum Abschluss deutlich, dass die Bedingungen zu Testzwecken extrem waren. „Kein Saunagast benötigt bei uns Schutzkleidung, sondern kann textilfrei die gesundheitsfördernde Wirkung des Saunierens erfahren“, so Pufke.

Für die Feuerwehrprofis bleibt eine sehr prägende Erinnerung an die attraktive Wellnesslandschaft des Neualbenreuther Kurmittelhauses, aus der sie sicherlich viele Schlussfolgerungen für künftige Einsätze ziehen können.

 

Die Feuerwehrkameraden der Neualbenreuther Feuerwehr bei der Einsatzübung vor der Außensauna des Sibyllenbades (Bild FFW Waldsassen)

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