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Sibyllenbad 2010 erneut erfolgreich - Mehr Gäste, mehr Anwendungen und weniger Defizit im Kurmittelhaus
14% mehr Anwendungen
Der Jahresbericht für 2010 weist einen Zuwachs der Besucher um 3,9% und einen Zuwachs bei den abgegebenen Anwendungen von sogar 14,4% gegen Vorjahr aus. Leider haben die Zahlen unter dem frühen Wintereinbruch ab Ende November gelitten, sagte Sibyllenbadchef Geiger. „Unsere zunehmende Ausrichtung auf Tagesgäste macht uns leider noch mehr wetterempfindlich. Ein Bad fernab der Zentren ist auch von seiner Erreichbarkeit abhängig“, so der Werkleiter, der aber gleichzeitig dem öffentlichen Straßen- und Winterdienst eine gute Arbeit bescheinigte.
Mit Sorge beobachtet das Neualbenreuther Management die Entwicklung der gesetzlichen Kuren. Hier musste Sibyllenbad, wie viele andere Kurbäder in Deutschland heuer auch, einen Rückgang von rund 15 Prozent verschmerzen. Umso richtiger und wichtiger sei die Orientierung auch zu Präventionsmaßnahmen, die mit dazu beigetragen haben, dass der Kundenbereich Medizin im vergangenen Jahr 1.111 Tausend Euro umgesetzt hat, so der Dipl.-Kaufmann.
Auch der Wellnessbereich (BadeTempel/Saunalandschaft) habe sich heuer gut entwickelt und mehr Gäste und mehr Umsatz verzeichnen können.
Defizit fast 12% geringer als geplant
Das operative Betriebsergebnis für 2010 wird im Bericht mit minus 1.283.784 Euro ausgewiesen. Damit bleibt es rund 170 TEUR (11,8 Prozent) unter dem Haushaltsplan und stellt gegenüber dem Vorjahr erneut eine Verbesserung, um rund 70 TEUR oder 5,1 Prozent, dar.
Die gemeldeten Übernachtungszahlen in der Marktgemeinde Neualbenreuth sind allerdings um 5,8 % auf 97.246 zurückgegangen, insbesondere die beiden Hotels konnten sich nicht der positiven Entwicklung des Kurmittelhauses anschließen.
Bei der Aussprache über den Bericht der Werkleitung fand Bezirkstagspräsident Franz Löffler anerkennende Worte für die Leistung des Sibyllenbadteams. „Zwei gute Jahre in Folge, wobei sich das Kurmittelhaus 2009 sogar entgegen dem Branchentrend positiv entwickelte, sprechen für Qualität und Serviceorientierung der Neualbenreuther Mannschaft“, so Verbandsvorsitzender Löffler. Das Kurmittelhaus sei nicht nur attraktiv für Gäste aus ganz Deutschland sondern die Angebote würden auch von der Bevölkerung im Landkreis zunehmend angenommen. 2010 wurde die höchste Besucherzahl seit zwölf Jahren im Sibyllenbad verzeichnet.
Der Bürgermeister von Waldsassen, Bernd Sommer, regte eine Verbesserung der Straßenanbindung von der Klosterstadt nach Neualbenreuth an, schließlich werde die Straße von Gästen aus den neuen Bundesländern und aus Tschechien auf deren Weg zum Kurmittelhaus stark frequentiert. Der Zweckverband Sibyllenbad will sich hier für eine neue Teerdecke stark machen.
Haushalt einstimmig verabschiedet
Nachdem die Verbandsumlage 2010 um 31% reduziert werden konnte sieht der Haushaltsplan 2011 für den Eigenbetrieb einen operativen Betriebsverlust analog der Planungen des Vorjahres vor. Allerdings steigen die Umlagen zum Vermögenshaushalt, hier werden heuer 800 Tausend Euro für die anstehende Generalsanierung des 15 Jahre alten Kurmittelhauses eingebracht.
Insgesamt beträgt die Gesamtumlage für 2011 3,1 Millionen Euro. Den Betrag bringen der Bezirk der Oberpfalz mit 70%, der Landkreis Tirschenreuth mit 15%, die Städte Mitterteich, Tirschenreuth und Waldsassen mit je 4% und die Marktgemeinde Neualbenreuth mit 3% auf. Der Haushalt wurde einstimmig verabschiedet.
„Gleichwohl bleibt die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz auch 2011 sehr positiv“ erläuterte der Diplom-Kaufmann Geiger. Nach Abzug der kommunalen Umlagen bringe Sibyllenbad alleine durch eigenen Umsatz und die Übernachtungen erneut über 5 Millionen Euro zusätzliche Kaufkraft ins Stiftland. „Sekundäreffekte auch durch mehr Tagesbesucher sind in dieser Rechnung noch nicht einmal drin“, so Geiger.