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Pressemeldungen

17.11.2011: 65. Bayerischer Heilbädertag in Bad Windsheim: "Bayern muss Bäderland Nummer 1 bleiben"

Dass der BHV selbstbewusst auftritt, macht Klaus Holetschek gleich zu Beginn seiner Begrüßung klar: „Wir wissen was wir für den ländlichen Raum und die Versorgungsstrukturen in Bayern leisten, wir wissen, dass wir erstklassige medizinische Qualität liefern.“ Vor allem die immer älter werdende Gesellschaft in Deutschland stelle die Kur als Prävention und Gesundheitsvorsorge in den Vordergrund. Holetschek fordert politische Unterstützung bei der Bewältigung des Strukturwandels von immer weniger kassenbezuschussten ambulanten Kuren, um im Wettbewerb um private Zahler bestehen zu können.


Dr. Marcel Huber, Gesundheitsminister, hob zu Beginn die besondere Tradition der Kurorte und Heilbäder hervor. Dabei gehe es nicht nur um die Kernaufgabe, die medizinische Versorgung, sondern vor allem auch um die große wirtschaftliche Bedeutung der Kurorte und Heilbäder für den Gesundheitsstandort Bayern. Allerdings stünden die Kurorte und Heilbäder auch vor großen strukturellen Herausforderungen. Heute stehe die privat finanzierte ambulante Kur im Trend, so seien immer mehr Menschen bereit, gezielt Geld für die eigene Gesundheit auszugeben. Dafür müssen die Kurorte und Heilbäder an ihrer Attraktivität arbeiten und ihre Besonderheiten und die ortsgebundene Heilmittel herausstellen. Minister Huber sagte Unterstützung bei der Bewältigung dieses Strukturwandels zu, denn „an der Steigerung der medizinischen Qualität in Bayerns Kurorten und Heilbädern besteht staatliches Interesse“.

Aus dem Landkreis Tirschenreuth nahmen am Heilbädertag der Neualbenreuther Bürgermeister Albert Köstler sowie Gerhard Geiger, Leiter des Sibyllenbades teil. Beide nahmen mit Betroffenheit zur Kenntnis, wie von manchen gesetzlichen Krankenkassen für Kuren im Ausland geworben wird. „Wenn die Anzahl genehmigter Kuren insgesamt seit Jahren rückläufig ist, gleichzeitig aber der Anteil der Kuren deutscher Versicherter im europäischen Ausland steigt, ist das ein Alarmsignal“, so Geiger. Hier sei politische Unterstützung im Interesse der Kurorte im Freistaat und der dort Beschäftigten gefragt, so der Werkleiter weiter.

Köstler und Geiger nutzten am Rande der Tagung auch die Gelegenheit, sich mit dem Bad Windsheimer Investor für das neue Vier-Sterne-Hotel am Sibyllenbad intensiv auszutauschen. Sowohl Bürgermeister als auch Werkleiter sind sicher, dass mit einem erfahrenen Hotelbetreiber mit Egerländer Wurzeln die richtige Entscheidung für die touristische Weiterentwicklung getroffen wurde.


 

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