13. Oktober 2026
Sibyllenbad informierte zum Bayerischen Präventionstag am 12. Oktober über Vorsorge und Therapie bei rheumatischen Erkrankungen
Bad Neualbenreuth. Am 12. Oktober beteiligte sich das Kurmittelhaus Sibyllenbad am Bayerischen Präventionstag, der in diesem Jahr mit dem Welt-Rheumatag zusammenfiel. Als spezialisierte Einrichtung für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises stellte das Sibyllenbad die vielfältigen Möglichkeiten der Vorsorge und Therapie bei rheumatischen Erkrankungen, Wirbelsäulenbeschwerden und Nervenschädigungen in den Mittelpunkt. Ein kostenfreies Informationsprogramm bot interessierten Gästen aus Nah und Fern die Gelegenheit, sich umfassend über das medizinische Angebot des Kurmittelhauses zu informieren.
Auf dem Programm standen ärztliche Vorträge zur Radontherapie, Führungen durch die Medizinische Abteilung sowie ein Ernährungsvortrag zum Thema „Regionale Superfoods bei rheumatischen Erkrankungen“.
Radontherapie und ambulante Badekur im Fokus
Dr. Maximilian Bolch, Allgemeinmediziner und Badearzt, informierte in zwei Vorträgen über die Radontherapie und erläuterte, wie Interessierte Zugang zu einer entsprechenden Behandlung erhalten können. Dabei stellte er insbesondere die Unterschiede zwischen einer ambulanten Vorsorgemaßnahme im Heilbad und einer stationären Rehabilitationsmaßnahme in einer Klinik heraus.
Ein Schwerpunkt lag auf der Beantragung einer ambulanten Badekur. Für viele Besucherinnen und Besucher war neu, dass der Antrag direkt über die niedergelassene Hausarztpraxis gestellt werden kann. Sollte dort das Formular „Muster 25“ nicht in der Praxissoftware verfügbar sein, steht ein Antragsformular auch online unter www.sibyllenbad.de/kurantrag zum Download bereit, erklärte Dr. Bolch.
Die ambulante Vorsorgemaßnahme im Sibyllenbad biete zudem ein hohes Maß an Flexibilität. Sie könne auch berufsbegleitend in Anspruch genommen werden und ermöglicht damit beispielsweise pflegenden Angehörigen, die Behandlung besser mit ihren alltäglichen Verpflichtungen zu vereinbaren, so Dr. Bolch weiter.
Anschaulich erläuterte der Badearzt außerdem den Ablauf der Therapie und die Besonderheiten der Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder. Bei dieser Behandlung wird zunächst im Kohlensäure-Mineralbad gebadet. Anschließend erfolgt der Zulauf des radonhaltigen Wassers unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Kombination fördert die Durchblutung der Haut und unterstützt die Aufnahme des Radons über die Haut. Dr. Bolch würdigte in diesem Zusammenhang auch die Pionierarbeit des ersten Badearztes des Sibyllenbades, Prof. Dr. Dr. Grunewald, der diese kombinierte Therapieform entwickelt und damit eine wirksame und zugleich schonende Behandlungsmöglichkeit geschaffen hat.
Weiterer Vortrag über die ambulante Vorsorgemaßnahme im Sibyllenbad
Eine weitere Gelegenheit zur Information bietet der Vortrag von Dr. Maximilian Bolch am 4. November 2026 um 17 Uhr im Kurmittelhaus Sibyllenbad. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Einblicke in die Medizinische Abteilung
Bei den Führungen durch die Medizinische Abteilung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen anschaulichen Einblick in die Räumlichkeiten und den Ablauf der verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Sibyllenbad-Leiter Klaus Meyer führte die Gruppen durch die einzelnen Bereiche und erläuterte die therapeutischen Anwendungen.
In der Naturfango-Abteilung erklärte er die Besonderheiten des gemahlenen Gesteinsmehls, das Wärme besonders gut speichert und diese nach und nach an die schmerzenden Muskeln und Gelenke abgibt. Auch die Wasserbetten, auf denen die Patientinnen und Patienten die wohltuende Wirkung des Sibyllenbader Naturfangos genießen können, stießen auf großes Interesse.
Im Bereich der Physiotherapie wies Meyer auf die Möglichkeit hin, Rehasport im Bewegungsbad durchzuführen. Den Abschluss der Führung bildete die Wannenabteilung, in der die Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder verabreicht werden.
Regelmäßige Führungen durch die Medizinische Abteilung
Wer sich unabhängig von besonderen Aktionstagen über die medizinischen Angebote informieren möchte, kann die Medizinische Abteilung regelmäßig im Rahmen einer Führung kennenlernen. Diese findet jeden Dienstag(außer an gesetzlichen Feiertagen) um 9.45 Uhr statt und dauert etwa 30 Minuten. Treffpunkt ist die Badekasse. Eine vorherige Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich.
Regionale Superfoods für eine bewusste Ernährung
Ergänzend zum medizinischen Programm widmete sich Ernährungsberaterin und Diplom-Oecotrophologin (FH) Kristina Heinzel-Neumann dem Thema „Rheuma und Superfood“. Sie zeigte auf, wie sich eine bewusste Ernährung mit regional verfügbaren Lebensmitteln im Alltag umsetzen lässt.
Dabei stellte sie heimische Lebensmittel vor, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen können. Mit ihren praxisnahen Empfehlungen gab sie den Zuhörerinnen und Zuhörern wertvolle Anregungen, wie sich eine gesundheitsbewusste Ernährung unkompliziert in den Alltag integrieren lässt.
Großes Interesse an den medizinischen Angeboten
Die Veranstaltungen stießen auf sehr gute Resonanz. Zahlreiche Gäste aus der näheren Umgebung nutzten die Gelegenheit, das medizinische Angebot des Sibyllenbades näher kennenzulernen.
„Die Bade- und Saunalandschaft kennen sehr viele“, berichtete Barbara Bannert, Marketingleiterin des Sibyllenbades. „Die Gäste aus der Gegend sind immer wieder erstaunt über unsere vielfältigen Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten. Überraschenderweise sind diese noch gar nicht so bekannt.“



Hintergrund: Bayerischer Präventionstag am 12. Oktober
Nach seiner Premiere an den Schulen im Freistaat im vergangenen Jahr richtete sich der Aktionstag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention in diesem Jahr erstmals an die breite Bevölkerung. Mehr als 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe unter der Marke „Gesundes Bayern“ beteiligten sich am 12. Oktober an der Initiative.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen möglichst lange gesund, aktiv und leistungsfähig bleiben können. Mit Informationsveranstaltungen und vielfältigen Einblicken in ihre Gesundheits- und Präventionsangebote leisteten die teilnehmenden Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsaufklärung.