„Quell der Farben“ im Sibyllenbad

Bad Neualbenreuth. Über neue Bilder dürfen sich die Gäste des Sibyllenbades im Ausstellungsraum im Obergeschoss freuen. Mit Olga Kelwig stellt dort nun eine Künstlerin aus, die davon überzeugt ist, „dass jedes Bild eine neue Geschichte voller Kraft und positiver Energie schreibt“. Kelwig, geboren in Volgograd, lebt seit vielen Jahren in Mitterteich. Bereits in der Schulzeit entdeckte sie ihre Liebe zur Malerei und nahm erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben teil. Unmittelbar nach ihrem Zuzug ins Stiftland schloss sie sich zunächst dem Mitterteicher Malkreis an und absolvierte zahlreiche Kurse. Mittlerweile ist sie Mitglied im Kunsthaus Waldsassen und im Kunstverein Weiden, wo regelmäßig ihre Exponate betrachtet werden können. Im Sibyllenbad stellt sie farbenfrohe Acrylbilder und Aquarelle aus, die auch käuflich erworben werden können. Geöffnet ist die Ausstellung zwischen 9 und 20 Uhr. Noch bis 4. November haben Besucher die Gelegenheit, sich mit zeitgenössischer Kunst an der Kurallee auseinanderzusetzen.

Vorreiter in der Prävention: Bad Neualbenreuth hat jetzt einen Kurwald – Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte Zertifikat

Bad Neualbenreuth ist ein echter Vorreiter in der Prävention und um ein Prädikat reicher: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte Bürgermeister Klaus Meyer am 18. Juli das Zertifikat zum Prädikat Kurwald. Mit einer Feierstunde schlossen der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ihr Pilotprojekt „Wald und Gesundheit“ ab. Das Ergebnis: in Bayern gibt es ab sofort Kur- und Heilwälder in 13 Kurorten – und einer davon ist Bad Neualbenreuth im Oberpfälzer Wald.

Das Projekt ist bundesweit einmalig. Denn die Ludwig-Maximilians-Universität erarbeitete in dreijähriger Arbeit unter Beteiligung des BHV und von 15 Pilotorten ein Handbuch für die Zertifizierung. Nach den darin festgelegten Kriterien können künftig auch Waldbesitzer, Gesundheitsbetriebe oder Nicht-Kurorte Wälder zertifizieren lassen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie förderte das Projekt mit 347.605 Euro. “Wir alle wissen: Im Wald zu sein, tut den Menschen gut. Wälder spielen eine sehr bedeutende Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden“, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Überreichung der Zertifikate. „Im asiatischen Raum hat die Waldtherapie bereits eine lange Tradition. Dieses Potenzial wollen wir auch in Bayern nutzen und mit der Ausweisung der Kur- und Heilwälder die positiven Wirkungen von Wäldern auch in schulmedizinische Behandlungen integrieren.”

Für den Bayerischen Heilbäder-Verband sei das Projekt „Wald und Gesundheit“ ein Meilenstein in der Prävention, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes und Landrat Peter Berek. Der Verband vergibt in Zukunft nach erfolgreicher Prüfung das Zertifikat und auch das Qualitätssiegel „Wald Gesundheit.“ Für die Umsetzung der Zertifizierungsprüfung schließt der Verband einen Kooperationsvertrag mit dem Kompetenzzentrum für Waldmedizin und Naturtherapie in Bad Wörishofen. Dort findet auch die Ausbildung zum Wald-Gesundheitstrainer und Wald-Therapeuten statt – beides Voraussetzungen für eine Zertifizierung.

Die Projektleiterin Prof. Dr. Dr. Angela Schuh von der Ludwig-Maximilians-Universität München sieht in diesem Projekt eine große Chance für die Heilbäder und Kurorte in Bayern. „Das so genannte Waldbaden und die Waldtherapie entsprechen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit dem Bedürfnis, wenigstens für ein paar Stunden der Hektik und dem Alltag zu entfliehen und zur Ruhe zu kommen“, so Schuh. „Der Wald als Ruheort und seine Nutzung zu gesundheitlichen Zwecken gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Da die bayerischen Heilbäder und Kurorte in sehr waldreichen Gebieten liegen, bedeutet es für sie eine große Chance, ihre präventive und medizinische Kompetenz weiter auszudehnen.“

Mag. Gabriella Squarra begleitete für den Bayerischen Heilbäderverband dieses innovative Projekt. „Wir treten in Verbindung mit den natürlichen gesunden Ressourcen, aktivieren unsere Lebenskräfte, regenerieren und stärken unser Immunsystem. Das Projekt vereint die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Erfahrungen der Kurorte. Die gesunde Wirkung des Waldes in Verbindung mit der gesicherten Kompetenz bedeuten neue Qualitätsmaßstäbe auf diesem Gebiet.“

„Die Möglichkeiten, die der Wald – und vor allem der Kurwald – hinsichtlich der Gesundheit und des körperlichen und seelischen Wohlbefindens für den Menschen bietet, ist neben den bewährten Angeboten rund um die Radon- und Kohlensäureheilquellen des Sibyllenbades eine perfekte Ergänzung zu unserer Ausrichtung als naturnahes Heilbad, so Bürgermeister Klaus Meyer. Nutzen Sie die Waldeinheiten mit unseren zertifizierten Waldgesundheitstrainer und Waldtherapeuten, kommen Sie zur Ruhe und entdecken Sie mit allen Sinnen die Schönheit der Natur wieder. Nur wenn der Geist zur Ruhe kommt, findet auch der Körper Zeit zur Regeneration. In diesem Sinne – Bis bald im Wald – im Oberpfälzer Wald!“

(von links): Landrat Peter Berek (Vorsitzender Bayerischer Heilbäder-Verband); Prof. Dr. Dr. Angela Schuh (Projektleiterin Ludwig-Maximilians-Universität München); Michael Rückl (Naturtourismus Bad Neualbenreuth); Ursula Stingl (Leiterin Gästeinformation Bad Neualbenreuth); Bürgermeister Klaus Meyer (Bad Neualbenreuth) sowie Dr. Gisela Immich und Dipl.-Ing. Eva Robl (beide Projektwissenschaftlerinnen Ludwig-Maximilians-Universität München).

Sibyllenbad wieder komplett nutzbar – Übliche Jahresinspektion beendet – Neue Sauna

Bad Neualbenreuth. Nach drei arbeitsintensiven Wochen der Reinigung, Pflege und Instandhaltung im laufenden Betrieb kann Werkleiter Gerhard Geiger nun wieder die uneingeschränkte Nutzbarkeit des einzigen Kurbades in der nördlichen Oberpfalz vermelden. Nach den Einschränkungen des Betriebes durch die staatlichen Vorgaben während der Corona-Pandemie sei es fast schon etwas Schönes, eine Inspektion wieder im laufenden Betrieb durchführen zu können, ist es doch Zeichen, dass wir ein Jahr lang uneingeschränkt für unsere Gäste da sein durften, so der Leiter des Sibyllenbades. In 2020 und 2021 waren die vorgeschriebenen Wartungsmaßnahmen in die verordneten Schließungsphasen verlegt worden.

Die Stammgäste an der Kurallee kennen nach den Pfingstferien das Bild: Im laufenden Betrieb arbeiten Bademeister, Techniker und Wellnessteam Hand in Hand wenn die vorgeschriebene und für einen sauberen und sicheren Badebetrieb auch erforderliche Jahresinspektion ansteht. Da werden nacheinander die Becken abgelassen, die Mitarbeiter rücken mit Schwamm, Bürste und chemischen Hilfsmitteln auch dem letzten Dreck zu Leibe. Die meiste Arbeit findet unbeobachtet von den Gästen zeitgleich im Technikkeller statt wo Filterblöcke gereinigt werden und technische Steuerungen gewartet und optimiert werden. „Heuer war es eine besondere Herausforderung, die externen Fachfirmen termingerecht verfügbar zu haben, letztlich zeigt sich hier aber, wie wichtig eine langjährige vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit ist“, erläutert Jörg Bauer, der stellvertretende Technikchef des Kurmittelhauses. Dass es in der zweiten Inspektionswoche auch zu Lärmbelästigungen bei Fliesenarbeiten gekommen sei, hätten die Gäste verständnisvoll akzeptiert, zeigt sich die Leitung des Bades dankbar ob des Verständnisses. „Die Kunden wissen, wir machen das nicht um zu ärgern sondern um dann wieder eine noch schönere Bade- und Wellnesslandschaft präsentieren zu können“ zeigt sich der Diplom-Kaufmann dankbar für die Rückmeldungen.

Heuer hat Sibyllenbad die Inspektionsphase auch zu weiteren Attraktivitätssteigerungen genutzt: War bereits zu Pfingsten der neugestaltete Saunagarten im Wellnessbereich in Betrieb gegangen wurde nun der Zugang zur außenliegenden Birkensauna überdacht und die bisherige Finnische Sauna im Untergeschoss zu einer Zirbelsauna mit automatischem Aufguss komplett umgebaut. „Mehr Plätze und ein sehr beruhigender Duft“ ist Wellnesschef Herbert Pufke stolz auf die Investitionen in seinem Kundenbereich. Die Gäste aus Nah und Fern, die sich auf einen Gesundheits- und Wohlfühlaufenthalt im jüngsten Heilbad Bayerns freuen können das Angebot an der Kurallee mit den speziellen Sommertickets (2,5 Stunden bzw. für Wellness drei Stunden zahlen – und den ganzen Tag bleiben) noch bis Ende August preisreduziert wahrnehmen. „Und sicher sein, dass wir dank Wärmeversorgung aus regionalen Hackschnitzeln auch heuer offenbleiben werden“ ergänzt Geiger mit Blick auf die aktuellen Diskussionen über die deutsche Gasversorgung.

Nach der Jahresinspektion im Sibyllenbad unter anderem neu die Zirbensauna im Untergeschoss des Wellnessbereiches mit automatischem Aufguss und mehr Sitzfläche.

 

Jubilarehrung im Sibyllenbad – Werkleitung würdigt Mitarbeiterinnen für 25 Jahre Treue

Bad Neualbenreuth. Die beiden großen Jubilarehrungen im einzigen Kurbad der nördlichen Oberpfalz hatten im vergangenen Jahr ihren Grund in der Inbetriebnahme des Kurmittelhauses 1996. Nun nahm Werkleiter Gerhard Geiger in seiner Laudation Bezug auf den Start des einzigartigen orientalischen BadeTempels.

Erneut konnten Personalleiterin Jutta Hoffmann und Sibyllenbad-Chef Geiger sechs Mitarbeiterinnen für 25-jährige Betriebszugehörigkeit Dank und Anerkennung aussprechen. Der Eintritt der Jubilarinnen sei wesentlich dem weiterwachsenden Personalbedarf 1997 geschuldet gewesen, als das neue Kurmittelhaus mit Badelandschaft und medizinischer Abteilung eine wesentliche Erweiterung erfuhr. Auch als Folge der ersten Gesundheitsreform durch Bundesminister Horst Seehofer habe die Nachfrage nach Kuren der gesetzlichen Krankenkassen damals einen deutlichen Rückgang erfahren, so Geiger. Umso richtiger sei es gewesen, mit der Erweiterung um den orientalischen BadeTempel, einem klassischen türkischem Hamam, sehr früh die Bereiche Entspannung und Hautpflege zu besetzen und ein damals neues Angebot in das Portfolio aufzunehmen. Mehr Gäste also auch mehr Personalbedarf im Eigenbetrieb Kurmittelhaus fasst der Diplom-Kaufmann die damalige Personalakquise zusammen. „Und auch Dank dessen sind wir heute beisammen“, so der Leiter des Sibyllenbades in seiner Ansprache.

In einer Phase großer Unsicherheit und Umbrüche sei es wichtig, auf einen erfahrenen Personalstamm zurückgreifen zu können. „Erfahrung und Routine auch in extremen Situationen haben Sie in den vergangenen 25 Jahren erfolgreich unter Beweis gestellt. Auf Ihrem Fundament werden wir Sibyllenbad auch durch unsichere Fahrwasser steuern können“, so Geiger dankbar und zuversichtlich. Seitens des Personalrates sprach Gerlinde Reisnecker, stellvertretende Leiterin des Gästeservice, den Kolleginnen ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Für 25 Jahre in den Diensten des Zweckverbandes Sibyllenbad wurden ausgezeichnet: Gabriele Sturm von der medizinischen Abteilung, Margit Siegler, Claudia Summer, Agnes Martin-Summerer (Kundenbereich Wellness), Ute Bauer vom Gästeservice sowie Ursula Stingl, Leiterin der Gäste-Information in Bad Neualbenreuth und Leiterin des Qualitätsmanagements im Sibyllenbad.

Neben einer Urkunde mit Unterschrift des Verbandsvorsitzenden, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und einem schmucken Blumenstrauß eines regionalen Lieferanten durften sich die Jubilare über Sonderurlaub und eine im öffentlichen Dienst übliche Sonderzahlung freuen.

 

Vor dem orientalischen BadeTempel, der ebenso wie die geehrten Jubilare 1997 im und für Sibyllenbad startete: (von links) Gerlinde Reisnecker (Personalrat), Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger, Gabriele Sturm, Margit Siegler, Claudia Summer, Agnes Martin Summerer, Ute Bauer, Ursula Stingl und Personalleiterin Jutta Hoffmann

 

 

VdK mit Informationsstand für pflegende Angehörige im Sibyllenbad

Bad Neualbenreuth. Kürzlich war der VdK-Kreisverband Tirschenreuth erneut mit einem Informationsstand im Sibyllenbad. Der gemeinnützige Verein setzt sich seit über 70 Jahren für soziale Gerechtigkeit und benachteiligte Bürger :innen ein. Interessensvertretung in der Sozialpolitik, Pressearbeit sowie kostenfreie Rechtsberatung für die Mitglieder, nicht zu vergessen das aktive Zugehen und die Information bei Bürgern und Betroffenen. Seit Jahren ist der VdK-Kreisverband Tirschenreuth-Kemnath regelmäßig Gast im Sibyllenbad mit Aktions- und Informationstagen wie „Weg mit den Barrieren“ oder „Zu Recht kommen“. Diesmal ging es um das Thema „Pflegende Angehörige“. Mit dem Slogan „Nächstenpflege braucht Kraft und Unterstützung“ macht der Verband auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Pflegende Angehörige kommen oft an ihre körperlichen, seelischen und finanziellen Grenzen. Der VdK möchte erreichen, dass die Politik mehr Unterstützungs­angebote, mehr Zeit zum Pflegen ohne finanzielle Sorgen und mehr Rente ermöglicht. Gleichzeitig informiert der Verband zur Pflege und berät Angehörige über Pflegeleistungen ggf. bis hin zur Vertretung vor Gericht gegenüber Kranken- bzw. Pflegekasse. Pflegende Angehörige , das ist ein Thema, das jeden früher oder später angeht”, so Thomas Stöckl von der Kreisgeschäftsstelle in Tirschenreuth.

Das Sibyllenbad unterstützt seit Jahren die Informations- und Aktionstage des VdK-Kreisverbandes. Die Themen des VdK betreffen viele unserer Gäste, so Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger. Dies zeigt sich nicht zuletzt an der Beliebtheit und den hervorragenden Zuspruch beim VdK-Tag, der seit Kurzem immer montags bis freitags (außer an Feiertagen) stattfindet. Mit Nachweis einer Mitgliedschaft im VdK Bayern erhält das VdK-Mitglied einen zweiten wertgleichen Einzel-Eintritt kostenfrei an der Badekasse. Es muss aber dazu immer ein Eintritt regulär gezahlt werden“ so Geiger weiter.

 

Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger (2. von rechts) begrüßt zum Informationstag des VdK im Sibyllenbad: Thomas Stöckl (rechts) und Renate Bauer (2. von links) vom VdK Kreisverband Tirschenreuth-Kemnath in Wiesau sowie den VdK-Kreisvorsitzenden Georg Brand (links im Bild).

 

Sibyllenbad und VdK verlängern Rabattvereinbarung – Zwei genießen, einer zahlt ab sofort immer werktags

Bad Neualbenreuth. Der erste Montag im Monat war seit April 2011 ein fester Termin für zahlreiche Mitglieder des Selbsthilfeverbandes VdK. Dann galt es, Bade- oder Saunatasche packen und auf Richtung Kurmittelhaus Sibyllenbad zum „VdK-Tag“. Einmal im Monat konnte ein Verbandsmitglied einen weiteren Besucher einladen, galt doch dann „Einmal zahlen – zweimal genießen“.

Als größte deutsche Selbsthilfeorganisation für Rentner, Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke hat der VdK auch zahlreiche Mitglieder mit altersbedingten gesundheitlichen Beschwerden. Das Bad Neualbenreuther Sibyllenbad, staatlich anerkannter Heilquellenkurbetrieb, bietet insbesondere Gästen mit rheumatischen Beschwerden Möglichkeiten der Schmerzlinderung und sowohl die Heilwasserbadelandschaft als auch der attraktive Wellnessbereich laden ein zu Entspannung und Ruhe. Was lag da näher als eine Partnerschaft zwischen dem VdK und dem Kurmittelhaus?

Gerne erinnert sich Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger an den Gedankenaustausch mit dem früheren Weidener VdK-Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann. „Der günstigste Eintritt ins Sibyllenbad entsprach damals dem Monatsbeitrag für den VdK. So ein Mitglied das Sibyllenbad-Angebot einmal im Monat nutzte, hatte man seinen Beitrag wieder heraus. Und auch damals wollten sowohl das Sibyllenbad als auch der VdK bereits aus ökologischen Gründen Fahrgemeinschaften fördern“ so Werkleiter Geiger.

Für die Mitglieder des etwas kleineren „Sozialverband Deutschland“ (SoVD) wurde die Regelung dann später für den ersten Donnerstag im Monat vereinbart.

Die Corona-Pandemie hatte dann mit der Schließung des Kurmittelhauses im März 2020 sämtliche Angebote obsolet gemacht und auch nach Wiedereröffnung galt es „Menschansammlungen“ zu vermeiden, so dass die Rabatte für die Mitglieder der Selbsthilfeorganisationen ruhen mussten. Nachdem nunmehr aber sämtliche gesetzliche Vorgaben für Kurbetriebe und insbesondere die Besucherzahl-Limitierung hinfällig sind, stand einer erneuten kundenfreundlichen Regelung nichts mehr im Wege.

Unter dem Eindruck der starken Nachfrage der Angebote vor 2020 regte jetzt aber Vertriebschefin Barbara Bannert an, weiterhin eine „Entzerrung“ des Besucheraufkommens zu initiieren: „Wir hatten damals nicht erwartet, dass der VdK-Tag so hervorragend angenommen wird“, so Bannert. „Die Entzerrung des Besucheraufkommens sowie die Möglichkeit, das VdK-Angebot individuell an einem beliebigen Werktag, nicht nur einmal im Monat nutzen zu können, dürfte alle Mitglieder freuen.

„Ab sofort und befristet für ein Jahr gilt als freiwilliges Angebot für die Mitglieder von VdK und SoVD in Deutschland jeweils montags bis freitags (außer an gesetzlichen Feiertagen) das „Zwei für Eins“-Angebot. Mit Nachweis der Mitgliedschaft kann daher ein zweiter wertgleicher Einzel-Eintritt kostenfrei an der Badekasse erworben werden. Es muss aber dazu immer ein Eintritt regulär gezahlt werden“ so Werkleiter Geiger.

Eine entsprechende Vereinbarung mit den Geschäftsführern des VdK-Kreisverbandes Weiden, Sarah Klos und Thomas Stöckl für den Kreisverband Tirschenreuth, wurde nun im Bad Neualbenreuther Kurmittelhaus unterzeichnet.

Zur Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung über Eintrittsrabatte kamen ins Sibyllenbad: (von links) Thomas Stöckl für den VdK Kreisverband Tirschenreuth, Josef Rewitzer Kreisvorstand des VdK in Weiden und Sarah Klos Kreisgeschäftsführerin des VdK Weiden zusammen mit Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger (ganz rechts) auf der Galerie der Badehalle.

 

Nach über 25 Dienstjahren Wellness-Mitarbeiterin in den Ruhestand verabschiedet

Bad Neualbenreuth. Nach über 25 Jahren ließ es sich Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger nicht nehmen, Ingeborg Naber-Härtl in den wohlverdienten Altersruhestand persönlich zu verabschieden. Frau Naber-Härtl war seit April 1996 im Sibyllenbad beschäftigt, seit 2006 war sie als Badehelferin in der Wellnesslandschaft tätig. Werkleiter Geiger lobte Frau Naber-Härtl für ihr langjähriges Engagment und ihr immer freundliches Auftreten, das zum Wohlbefinden aller Wellnessgäste beigetragen hat. Den Glückwünschen zur ihrer Altersrente ab 1. Januar schlossen sich auch Wellness-Leiter Herbert Pufke und die Personalratsvorsitzende Claudia Summer an. Sie wünschten Ihrer ehemaligen Kollegin viele schöne Jahre im Ruhestand und weiterhin viel Gesundheit.

Wellness-Leiter Herbert Pufke, Personalratsvorsitzende Claudia Summer, Ingeborg Naber-Härtl, Leiterin des Servicebereichs Personal Jutta Hoffmann und Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger

Heilbäder-Chef in Bad Neualbenreuth

BHV-Vorsitzender Peter Berek besucht Kurmittelhaus und Marktgemeinde

Bad Neualbenreuth/Wunsiedel/Bad Füssing.  Zu einem Informationsbesuch war kürzlich der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV), der Wunsiedeler Landrat Peter Berek, im einzigen Kurbad der nördlichen Oberpfalz. Sibyllenbadleiter Gerhard Geiger und der erste Bürgermeister des jüngsten Heilbads Bayerns, Klaus Meyer, begrüßten den Gast an der Kurallee.

Berek, der als früherer Bürgermeister des kleinsten Heilbades im Freistaat, Bad Alexandersbad, mit den speziellen Herausforderungen des Kur- und Gesundheitswesens und als früherer Schatzmeister des Verbandes mit Details im Bäderwesen bestens vertraut ist, wurde im Oktober letzten Jahres mit dem 1. Vorsitz des BHV betraut. Nachdem er bereits anlässlich des Bäderempfangs der Tillenberggemeinde im November 2021 zu Gast war; galt bei seinem erneuten Besuch das besondere Interesse den aktuellen Herausforderungen eines kleinen Kurbetriebes unter Corona-Bedingungen und den Erwartungshaltungen an den Verband, in dem über 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe im Gesundheitsland Bayern organisiert sind.

Werkleiter Geiger betonte, dass auch im zweiten Pandemiejahr die Sicherheit der Gäste und der Beschäftigten absolute Priorität im Kurmittelhaus habe. Die aktuellen Vorgaben aus München, 2G plus und eine Limitierung der gleichzeitig anwesenden Gäste auf maximal 25 Prozent der möglichen Kapazität, sei für den wirtschaftlichen Betrieb in der Bade- und Wellnesslandschaft mehr als grenzwertig. „25 Prozent ist eine klare Ansage und Vorgabe zur Unwirtschaftlichkeit für eine Betriebsart, die nie Pandemietreiber war“, so der Diplom-Kaufmann. Während früher zum Jahreswechsel 1200 Gäste und mehr pro Tag verzeichnet werden durften, erlaubten die Vorgaben aktuell eine Spitze von 300 Kunden in Badehalle und Wellnessbereich, führte Geiger aus. Ständig aktualisierte und umgesetzte detaillierte Hygienekonzepte, konsequente Mindestabstände und eine Belüftung mit 100 Prozent Frischluft seien selbstverständlich, so der Werkleiter. Berek zeigte großes Verständnis für den Unmut des Werkleiters, den auch der gesamte Verband teile. Der BHV kämpfe weiter gegen die 2G plus Regel und die 25% Limitierung. „Das trifft alle Bäder und Thermen existenziell. Da hat es jeder Seilbahnbetreiber im Freistaat einfacher als die Gesundheitsbetriebe die vielfältigen Aufgaben wahrnehmen, 4,5 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 100.000 Arbeitsplätze gerade im ländlichen Raum sichern“, so der Vorsitzende. Auch bei der angedachten 2G plus Regel für die Gastronomiepartner habe sich der Verband eindeutig ablehnend positioniert.

Bürgermeister Meyer verwies auf die zahlreichen Zusatzaufgaben die Kurorte, ergänzend zu den kommunalen Themen jeder Gemeinde, zu stemmen hätten. „Die Kurabgaben, die nun angesichts rückläufiger Übernachtungszahlen massiv einbrachen, sind nur ein winziger Mosaikstein zur Finanzierung kurortspezifischer Aufgaben“, erklärte der Chef der Tillenberggemeinde. Hier seien weitere Zuweisungen der öffentlichen Hand zwingend erforderlich, wenn Bayern weiterhin das Gesundheitsland Nummer Eins in Deutschland bleiben wolle“, so Meyer. Diese Forderung unterstütze der BHV sehr deutlich, sagte Berek und versprach diesbezüglich massive Einwirkung auf die Staatsregierung. Meyer dankte ausdrücklich dem Zweckverband Sibyllenbad, ohne den ein Kurbetrieb in der Marktgemeinde nicht möglich wäre.

Nachdem Sibyllenbad-Chef Geiger und Bürgermeister Meyer einige Erwartungshaltungen des Kurmittelhauses und der Kurgemeinde artikulierten die Berek interessiert aufnahm, verwies der BHV Vorsitzende auf eine bevorstehende strukturierte Umfrage zu den Interessen und Anliegen aller Mitglieder. „Wir wollen auf dieser Basis nicht nur Lobbyarbeit für Gesundheitsbetriebe und Kurorte in Bayern machen, sondern die Mitglieder bei Neuausrichtungen angesichts veränderter Erwartungshaltungen der Gäste zielgenau unterstützen und Mehrwert für unsere Mitglieder generieren“, versicherte der Landrat.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass neben den namhaften Kurorten Bayerns, die als Zugpferd für Gäste aus Deutschland und Europa ihre Rolle haben, gerade auch die kleineren Kurorte mit ihrem Potential der ortsgebundenen Heilmittel, Naturnähe, Nachhaltigkeit und individueller Gastlichkeit Wertschätzung und Aufmerksamkeit bei Kunden aus Nah und Fern verdienen und darum gemeinsam geworben werden müssen.

Zu einem Informationsbesuch war kürzlich der 1. Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes e.V., der Wunsiedeler Landrat Peter Berek zu Gast im Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth. Auf der Galerie der Heilwasserbadelandschaft von links: Bad Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer, Landrat Peter Berek und Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger.

Weitere Pioniere an der Kurallee

Bad Neualbenreuth.  Zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte der Zweckverband Sibyllenbad heuer einer größeren Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Dienstjubiläum gratulieren.

Erst vor einem Monat würdigte Werkleiter Gerhard Geiger die Arbeit von fünf Menschen, die ihr 25jähriges Dienstjubiläum feiern durften (wir berichteten), nun folgten weitere sieben engagierte Frauen und Männer des Sibyllenbad-Teams. Die große Anzahl an Jubiläen findet seine Begründung im Erweiterungstermin des Sibyllenbades 1996. Vor genau 25 Jahren öffnete das Kurmittelhaus an seinem jetzigen Standort erstmals die Türen für Patienten und Gäste nachdem die gute Besucher-Resonanz des Pilotprojekten „Badehaus Maiersreuth“ einen solchen Schritt erforderlich machte.

Der Sibyllenbad-Chef dankte den Jubilaren für ihre engagierte, kompetente und erfolgreiche Arbeit in diesem langen Zeitraum. „Wir verdanken unsere gute Entwicklung, die sich sowohl in der Zufriedenheit und der hohen Anzahl an wiederholt anwesenden Gästen als auch in betriebswirtschaftlichen Fakten ausdrückt, wesentlich auch Ihnen“, so der Diplom-Kaufmann anerkennend. Gerade im Gesundheits- und Wohlfühlbereich sei sich weiterentwickelnde Facherfahrung ein wichtiger Baustein für eine nachhaltig positive wirtschaftliche Entwicklung. „Die Gäste freuen sich, wenn sie sich erneut der Kompetenz einer bekannten Therapeutin anvertrauen dürfen oder aber den Bademeister wieder treffen, der schon beim letzten Besuch eine tolle Wassergymnastik angeleitet hat. Vertrautheit mit den Menschen schafft Vertrauen und vermittelt Sicherheit, ein Gefühl, dass gerade jetzt wieder an Bedeutung gewinnt“, so Geiger. Angesichts der dynamisch steigenden Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie auch im Landkreis Tirschenreuth erläuterte der Werkleiter bei der Ehrung auch seine Motivation, angesichts einer roten Krankenhaus-Ampel im Freistaat die gerade erst geöffneten Dampfbadangebote wieder zu beenden. „Wir als Team und auch viele Gäste bedauern die erneute Schließung des einzigartigen orientalischen BadeTempels, aber ein sicherer Aufenthalt für alle bleibt oberstes Ziel.“

Der Sibyllenbad-Chef dankte Ramona Bergner vom Personalrat und auch Jutta Hoffmann vom Servicebereich Personal für die Teilnahme an und die Organisation der Feierstunde und schloss seine Ausführungen mit dem Wunsch auf weitere engagierte und gute Zusammenarbeit mit den Jubilaren.

Geehrt wurden für 25-jährige Arbeit im Kurmittelhaus Sibyllenbad: Thomas Meier (Heilwasserbadelandschaft), Cornelia Meyer, Inge Naber-Härtl und Herbert Pufke (Wellnessbereich), Claudia Gmeiner und Marianne Korndörfer (Medizin) sowie Heike Schwartling (Servicebereich Finanzen/Controlling).

Zum Gruppenfoto trafen sich die Dienstjubilare des Sibyllenbades gemeinsam mit Personalrätin Ramona Bergner (links) und Werkleiter Gerhard Geiger (2ter von links) sowie Jutta Hoffmann, Leiterin Servicebereich Personal (1. von rechts) auf der Galerie der Heilwasserbadelandschaft. Ausgezeichnet wurden (von rechts):  Herbert Pufke (Leiter Wellness), Thomas Meier (Badelandschaft), Claudia Gmeiner (medizinische Abteilung), Heike Schwartling (Servicebereich Finanzen/Controlling), Cornelia Meyer (Wellness), Marianne Korndörfer (medizinische Abteilung), Inge Naber-Härtl (Wellness)

Sibyllenbad würdigt Jubilare – 25 Jahre im Sibyllenbad

Bad Neualbenreuth.  Als der Zweckverband Sibyllenbad nach dem erfolgreichen Pilotprojekt „Badehaus Maiersreuth“ das neue Kurmittelhaus oberhalb der Tillenberggemeinde in Betrieb nehmen wollte, war natürlich auch der Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern groß. Das war 1996 – vor 25 Jahren. Sibyllenbad darf daher heuer zahlreiche 25jährige Dienstjubiläen feiern. Die ersten Damen und Herren, die seit Beginn des Kurmittehauses bis heute im Team sind, ehrte Werkleiter Gerhard Geiger im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Aus dem Gästeservice wurde die heutige Leiterin Angela Baumgartner sowie Inge Stark (med. Terminierung), Susanne Zitzmann als Assistentin der Werkleitung, Physiotherapeut Bernd Schmid und der Leiter Finanzen/Controlling Jürgen Rath ausgezeichnet. Im Beisein des leitenden Therapeuten Horst Scholz, Jutta Hoffmann vom Servicebereich Personal und Personalratsvorsitzender Claudia Summer würdigte Geiger die ausgeprägte fachliche Kompetenz, Dienstleistungsmentalität und Leistungsbereitschaft der Jubilare. Im Rückblick sei wohl kaum ein Geschäftsjahr als „normal“ zu bezeichnen, immer wieder habe das Team vor besonderen Herausforderungen gestanden und diese engagiert angenommen und bewältigt, so der Diplom-Kaufmann. Auch die per 25. Oktober angekündigte „3G plus Regel“ würde insbesondere die Badekasse fordern, aber gleichwohl sei im Team die Freude dominant, den Gästen wieder viele Freiheiten zurückgeben zu dürfen. „Wenn ich immer wieder positive Rückmeldung über meine Mannschaft von den Gästen erhalte, macht mich das sehr stolz“ führte der Leiter des Gesundheits- und Wohlfühlzentrums anerkennend aus. Auch nach den beiden Lockdowns und der damit verbundenen Kurzarbeit sind alle unsere Mitarbeiter noch im Team, so Geiger. Für die Belegschaft dankte die Vorsitzende der Arbeitnehmervertretung, Claudia Summer, für das kollegiale und teamorientierte Agieren der Jubilare.

Neben der im öffentlichen Dienst üblichen Sonderzahlung und einem Zusatzurlaub erhielten die Ausgezeichneten eine Urkunde des Zweckverbandes Sibyllenbad sowie einen hübschen Blumenstrauß, den ein lokaler Betrieb am Marktplatz gefertigt hat. Weitere sieben Jubilare sind zu einer Würdigung Mitte November bereits eingeladen.

Am Haupteingang des Kurmittelhauses versammelten sich die Jubilare mit Leitungsteam und Personalratsvorsitzenden. (v. links Werkleiter Gerhard Geiger, Inge Stark, Angela Baumgartner, Jürgen Rath, Susanne Zitzmann, Bernd Schmid, Jutta Hoffmann, Horst Scholz und Claudia Summer)

EURADON zeichnet Prof. Dr. Dr. Grunewald aus

Weißenstadt/Bad Neualbenreuth. Nach vorhergehenden Videoschalten konnte der Verein der europäischen Radonheilbäder kürzlich wieder in Präsenz im oberfränkischen Weißenstadt seine Herbsttagung begehen. Zu Beginn erfolgte eine würdigende Ehrung für den Stiftländer Mediziner und Wissenschaftler Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Grunewald.

Im Verein EURADON e.V. haben sich seit vielen Jahren namhafte Kurbäder in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist die Information von BürgerInnen und PatientInnen über die schmerzlindernde Wirkung des ortsgebundenen Heilmittels Radon, das insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen in den Kurorten verabreicht wird.

Stellvertretender Vorsitzender Christoph Köstinger vom Bad Gasteiner Heilstollen eröffnete die Veranstaltung an der Bäderchefs, Badeärzte und Wissenschaftler teilnahmen zunächst mit der Auszeichnung von zwei Persönlichkeiten, die sich als Pioniere um die Radontherapie, die zur lang anhaltenden Schmerzlinderung eingesetzt wird, besonders verdient gemacht haben.

Mit Prof. Dr. Albrecht Falkenbach erhielt der langjährige ärztliche Leiter des Gasteiner Heilstollens die silberne Ehrennadel der EURADON. Diese besondere Auszeichnung wurde auch Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Grunewald zuerkannt. Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger ließ es sich nicht nehmen, die Laudatio auf den langjährigen ärztlichen Leiter des Bad Neualbenreuther Kurmittelhauses selbst zu artikulieren.

„Mit Ihnen, lieber Prof. Grunwald, zeichnet die Familie der Radonheilbäder einen langjährigen Freund und Förderer für seine besonderen Verdienste aus.“ Der Werkleiter schilderte zunächst die zahlreichen wissenschaftlichen Stationen des Stollberg/Sachsen gebürtigen Mediziners. 1997 erfolgte der Wechsel von der Universität Regensburg in eine eigene ärztliche Praxis im Stiftland „Bereits in der Vorbereitung des Pilotprojektes „Maiersreuth“ konnte Sibyllenbad auf Sie zählen. Mit der von Ihnen dort und später an der Kurallee weiterentwickelten speziellen Radon-Kohlensäure-Balneotherapie schufen Sie die Basis für ein Alleinstellungsmerkmal in unserer medizinischen Abteilung“, so der Diplom-Kaufmann. Über 700.000 Einzelbäder habe Sibyllenbad seitdem abgegeben und die Patienten kämen nicht immer wieder, wenn sie nicht von der schmerzlindernden Wirkung überzeugt wären. „Sie haben während Ihrer Tätigkeit für Sibyllenbad kontinuierlich weiter geforscht und experimentiert um ergänzendes Optimierungspotenzial zu erschließen“, erwähnte der Sibyllenbad-Leiter. Prof. Grunwald, der von 1989 bis 2012 ärztlicher Leiter und Badearzt im Sibyllenbad war, zeigte sich berührt und geehrt von der Auszeichnung und dankte der Vorstandschaft und seinem früheren kaufmännischen Kollegen.

Auf der Agenda der Vereinssitzung standen neben zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen auch die Neuwahl des Vorstandes. Die Nachfolge von Eduard Blaha aus Jachymov als Vorsitzender übernimmt die Leiterin des Kurbades Bad Schlema, Dr. Kathrin Bösecke-Spapenz. Damit ist auch die Geschäftsstelle der EURADON, die sehr kompetent mit Lydia Schlössinger besetzt ist, wieder lokal mit dem Vereinsvorsitz vereint.

In Weißenstadt wurde der frühere ärztliche Leiter des Sibyllenbades, Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Grunewald (2.v. rechts) mit der silbernen Ehrennadel des Vereins EURADON e.V. ausgezeichnet. Vorsitzende Dr. Kathrin Bösecke-Spapenz sowie Ottmar Lang (links) und Christoph Köstinger (rechts) vom Vorstand gratulierten nach der Laudation durch Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger (Mitte).

Offizielle Einweihung des Motorik Fun Parks im Kurpark beim Sibyllenbad

Bad Neualbenreuth. Im Beisein seines Tirschenreuther Landratskollegen Roland Grillmeier sowie der Bürgermeister der Zweckverbandsgemeinden und Verbandräte des Zweckverbandes Sibyllenbad wurde der Motorik Fun Park im Kurpark gegenüber dem Sibyllenbad am Mittwochnachmittag offiziell durch den Zweckverbandsvorsitzenden und Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler seiner Bestimmung übergeben und eröffnet.

Der Motorik Fun Park so Löffler in seinem Grußwort sei ein Bewegungsparadies, das eigens für das Sibyllenbad entworfen wurde und nun in den bestehenden Kurpark bzw. die Natur eingebettet ist. Der gesamte Park umfasst 26 Einzelgeräte verteilt auf 24 Stationen.

Seit dem Ankauf der Grundstücke 1982 investiere der 1980 gegründete Zweckverband Sibyllenbad, wesentlich getragen vom Bezirk Oberpfalz, langfristig in das Gesundheitszentrum Sibyllenbad im Stiftland. Ob Modernisierung, Erweiterungen oder Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung – das Sibyllenbad bleibe auch mit Blick auf Wettbewerber in Bad Neualbenreuth am Ball. Der Zweckverband habe für das neue Aushängeschild des Bades 110.000 Euro netto in die Hand genommen. In diesen Betrag flossen auch Fördermittel aus dem LEADER-Programm sowie die Unterstützung der Krankenkasse ProVita.

Der Bezirkstagspräsident dankte den Vertretern der zuständigen Stellen und den Vorstand der ProVita, Herrn Andreas Schöfbeck, der das Sibyllenbad bereits 2015 beim Vitalparcours unterstützt hat. Ohne die Unterstützung der Förderer hätten wir den Motorik-Park nicht bauen können, so Löffler weiter.

Der Motorik Fun Park Sibyllenbad biete nicht nur fitness- und gesundheitsorientierten Gästen, sondern auch Familien – Kinder gemeinsam mit Eltern oder Großeltern, Kindergartengruppen oder Schulklassen, Senioren und Vereinen bis hin zu Versehrtengruppen hervorragende Übungsmöglichkeiten zur Förderung des Bewegungsapparates.

Leitmotto der Anlage sei: Bewegung macht Spaß, und so werden spielerisch Gelenke, Muskulatur und Bänder gekräftigt sowie die Körperhaltung und Orientierung im Raum gefördert. Für ältere Menschen sind diese Übungen im Park elementar, Stichwort Sturzprophylaxe. Mit diesem Park werde allen Generationen etwas Gutes getan.

Löffler wies darauf hin, dass der Motorik Fun Park Sibyllenbad sich explizit auch an Gäste richte, die nicht das Sibyllenbad besuchen – oder noch nicht besuchen können (Ein Badbesuch sei aus medizinischen Gründen erst ab 10 Jahren möglich). Doch ein Plus an Besuchern und weitere Zielgruppen an der Kurallee würde sich auch positiv auf die umliegenden Gaststätten und touristischen Leistungsträger auswirken, sowie nicht zuletzt auf den Landkreis Tirschenreuth und die Zweckverbands-gemeinden.

Bereits zur Einweihung des sanierten Kurparks, des neuen Parkplatzes gegenüber dem Sibyllenbad mit barrierefreiem Zugang und der Neugestaltung der Kurpromenade im Juni 2018 habe er gesagt: Nicht nur im Sibyllenbad muss es passen. Auch das „Drumherum“ muss für die Gäste stimmen. Heute könne er einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg einweihen.

Der Motorik Fun Park und das Sibyllenbad sind eine starke Verbindung führte Löffler weiter aus. Denn der Park sei auch eine Investition in die Medizinische Abteilung des Sibyllenbades. Seit vielen Jahren biete das Sibyllenbad in Zusammenarbeit mit verschiedenen Krankenkassen, unter anderem auch der ProVita, Kurse im Bereich Bewegung und Entspannung an. Gäste aus Nah und Fern nähmen diese bezuschussten Angebote gerne an und setzten auf medizinische Prävention. Künftig werde der Motorik Fun Park Sibyllenbad in die Kurse der Präventionsangebote integriert. Die Therapeuten werden im Rahmen der Angebote Bewegungskurse im Motorik Fun Park abhalten. Somit kann das Sibyllenbad den Wunsch der Gäste nach mehr Outdoor-Programmen nun erfüllen. Neben den bereits sehr attraktiven Angeboten des Vitalparcours, der von den Therapeuten im Rahmen der Präventionsangebote genutzt werde, sei dies ein weiterer Pluspunkt für die erfolgreiche medizinische Sparte im Sibyllenbad. Damit stelle der Motorik Fun Park nicht nur eine Attraktivitätssteigerung für den Kurpark und die Umgebung dar, sondern böte auch unseren gesundheitsorientierten Gästen zusätzlich oder im Rahmen ihrer Programme eine Möglichkeit aktiver Vorsorge.

Für einen einwandfreien Zustand würden künftig Sibyllenbad-Gärtner Patrick Schön und sein Kollege Norbert Schedl von der Technik verantwortlich sein. Beide Sibyllenbad-Mitarbeiter kümmern sich bereits um die Außenanlagen und den Kurpark.

Zuletzt dankte Löffler dem Tourismusverein Bad Neualbenreuth/Sibyllenbad, der bei der Einweihung des Motorik Fun Parkes nicht nur für das leibliche Wohl sorge, sondern das Sibyllenbad immer in hervorragender Weise unterstütze.

Aus Neualbenreuth wurde Bad Neualbenreuth

Jubel im jüngsten Heilbad des Freistaates Bayern – dem Gesundheitsland Nummer Eins in Deutschland

Bad Neualbenreuth/München. Dass der 13te Tag eines Kalendermonats auch ein Glückstag sein kann, bewies sich im November 2019 eindrucksvoll in der romantischen Marktgemeinde Neualbenreuth. Der Erste Bürgermeister des staatlich anerkannten Erholungsortes, Klaus Meyer, erhielt telefonisch die freudige Nachricht vom Innenministerium in München: Der Kurort erhält das höchste Prädikat „Heilbad“ und darf sich ab sofort „Bad Neualbenreuth“ nennen. Sogar die Kirchenglocken im „Dom der Fraisch“ gegenüber des Rathauses läuteten anlässlich dieses historischen Ereignisses.

Foto: Udo Fürst (Erster Bürgermeister Klaus Meyer, Leiterin der Gäste-Information Ursula Stingl und Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger vor dem Rathaus in Bad Neualbenreuth)

Seitdem erreichen Rathaus und Kurmittelhaus Sibyllenbad zahlreiche Glückwünsche von Gästen aus der ganzen Welt. Der bayerische Heilbäderverband, der die Bewerbung nachhaltig unterstützte, gratulierte anlässlich des Heilbädertages Ende November in Bad Gögging. Vorsitzender MdL Klaus Holetschek, der Sibyllenbad und Neualbenreuth aufgrund zahlreicher Besuche gut kennt, würdigte unter Applaus der Anwesenden die Arbeit von Meyer und Ursula Stingl, der Leiterin der Gästeinformation Neualbenreuth-Sibyllenbad. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann betonte, dass nach 14 Jahren nun eine weitere Kommune in Bayern das höchste Prädikat eines Kurortes verdient habe.

Prädikat als Qualitätssiegel

Für die Gäste des jüngsten Heilbades im Freistaat –  Bad Neualbenreuth ist damit Nummer 21 im Gesundheitsland Bayern –  bedeutet diese Auszeichnung vor allem ein Qualitätsversprechen: Die Kureinrichtungen wurden geprüft und erfüllen alle Voraussetzungen hinsichtlich der ortsgebundenen Heilmittel Radon und Kohlensäure, deren Wirkung nachgewiesen sein musste. Die Qualität von Luft, Boden und Wasser stimmt und es gibt ausreichend ergänzende Angebote für einen Gesundheitsurlaub in der nördlichen Oberpfalz. Das Prädikat „Heilbad“ ist ein Zeichen für intensiv geprüfte und höchste Qualität wenn es um Gesundheit in der Kureinrichtung und im Umfeld geht.

Ein langer Weg bis Bad Neualbenreuth

Bis zum neuen Ortsnamen „Bad Neualbenreuth“ war es ein langer Weg. Nachdem zunächst 1989 mit dem Badehaus Maiersreuth das Sibyllenbad erfolgreich ein Pilotprojekt im Bereich Gesundheitsförderung etablierte, wurde das Angebot seit 1996 im Kurmittelhaus Sibyllenbad oberhalb der Marktgemeinde kontinuierlich ausgebaut.

Bereits 2011 hatte der damalige Gemeinde-Chef, Albert Köstler, Anstrengungen unternommen, dass Neualbenreuth Heilbad wird. Jedoch beinhaltete die Anerkennungsverordnung bis 2017 noch den Passus, dass ein Heilbad über eine Rehaklinik verfügen muss. Diese Anforderung wurde 2017 revidiert und damit wurde der Weg frei für den Endspurt in der 1300 Seelengemeinde am Fuße des grenzüberschreitenden Tillenberges in Nordostbayern.

Der Altbürgermeister konnte 2011 einen wichtigen Punkt auf der anspruchsvollen Anforderungsliste für das Prädikat abhaken. Bereits 2008 war das Sibyllenbad der erste Kurbetrieb in Bayern mit TÜV-geprüftem Qualitätsmanagementsystem. „Vorreiter im Freistaat“ lautete damals die Schlagzeile in den Printmedien über den erfolgreichen Versuch von Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger, klare Standards bei dem hochwertigen Angebot rund um Gesundheit und Wohlfühlen zu etablieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Erst einige Jahre später unterstütze Bayern die Implementierung von QM-Systemen in Kurorten auch mit Fördermitteln, Neualbenreuth und Sibyllenbad hatten da ihre Hausaufgaben aus eigener Kraft bereits lange gemacht.

 

Vier-Sterne Hotel mit Bademantelgang

Maßgeblich zur Verbesserung des Angebotes beim Übernachtungsangebot in Neualbenreuth trug der Zweckverband Sibyllenbad als Träger des Kurmittelhauses bei. Der Vorsitzende, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, konnte 2011 einen privaten Investor für ein Vier-Sterne-Hotel mit Bademantelgang zum Sibyllenbad gewinnen, das 2016 seinen Betrieb aufnahm. Dies ermöglichte nunmehr für bewegungseingeschränkte Gäste einen barrierefreien Zugang vom Hotel zum Heilquellenkurbetrieb Sibyllenbad. Wenig später wurde der Bademantelgang zum bereits bestehenden Appartementhotel Sibyllenbad verlängert und dieses ebenso an den Bademantelgang zum Bad angeschlossen. Das bereits sehr attraktive Übernachtungsangebot mit mehr als 800 Gästebetten – davon zwei Drittel klassifizierte Betriebe – wurde weiter ausgebaut.

Im gesamten Gemeindegebiet findet der Gast ansprechende, mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Unterkünfte, die im Zusammenspiel mit tollen Gastgebern den Kurerfolg fördern. Alle Informationen rund um die Gastgeber sind auf der Homepage von Bad Neualbenreuth oder dem Sibyllenbad zu finden. Rund ein Drittel der Unterkünfte ist mittlerweile auch online buchbar.

Die größte Investition des Zweckverbandes nach der Wellnesserweiterung 2006 bestand in der Modernisierung des Kurmittelhauses Sibyllenbad von 2012 bis 2014 mit einer Netto-Investitionssumme von über neun Millionen Euro. Die Heilwasserbadelandschaft wurde komplett im laufenden Betrieb saniert und um ein weiteres Innenbecken erweitert. In der Wellnesslandschaft wurde das Sauna-Angebot um eine große Aufguss-Sauna sowie einen Ruheraum mit Wasserbetten ergänzt. Der Umbau in der Medizinischen Abteilung umfasste den Neubau eines Präventions- und Ruheraumes, die Einrichtung von fünf zusätzlichen Behandlungsräumen sowie neuer Umkleiden und der Infothek sowie die Neugestaltung der Badekasse und die Optimierung der Gästeführung.

Mit der Modernisierung ließ es der Zweckverband nicht bewenden. Bereits 2014 setzte sich der Träger für eine Erweiterung des Parkplatz-Angebotes ein. Besonderes Augenmerk richtete Verbandsvorsitzender Löffler auf den barrierefreien Zugang vom neu erbauten Parkplatz mit zusätzlichen 92 kostenfreien Stellplätzen zum Kurmittelhaus. Dieser wurde mit einem gläsernen Aufzug zur Kurallee und damit dem Haupteingang im Sommer 2015 in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr wurde der zertifizierte Vitalparcours im 8 Hektar großen, ebenfalls sanierten, Kurpark eingeweiht, der die Bewegungs- und Physiotherapieangebote des Sibyllenbades mit ausgeschilderten Routen zum Wandern, Laufen und Nordic Walking ergänzt – ein klares Plus für alle Aktivurlauber.

Nur ein Jahr später begannen die Arbeiten zur Neugestaltung der Kurpromenade auf der Südseite des Gesundheitszentrums. Durch die Gäste der beiden Hotels, die zunehmend nun den Bademantelgang nutzen konnten, wurde die Kurpromenade intensiver frequentiert. 2018 konnten die Maßnahmen Kurpark, neuer Parkplatz und Kurpromenade mit einem begehbaren und erlebbaren Garten eingeweiht werden. Löffler machte in seiner Rede zur Einweihung deutlich: „Für die Gäste ist nicht nur das Kurmittelhaus selbst und sein qualifiziertes Angebot wichtig, auch das Drumherum muss passen.“ Damit dies im Umgriff auch so bleibt, kümmert sich seit September 2016 Sibyllenbad-Gärtner Patrick Schön mit seinem Kollegen Norbert Schedl. Die beiden Mitarbeiter im grünen Dress schaffen mit viel Liebe zum Detail immer wieder neue Lieblingsplätze im und um das Sibyllenbad.

Doch nicht nur der Zweckverband als Träger und die Vertreter der umliegenden Gemeinden, sondern vor allem der Markt Neualbenreuth hat seine Hausaufgaben gründlich gemacht:

Eine Vielzahl an infrastrukturellen Maßnahmen wurde im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt, von Gemeindeverbindungsstraßen über den Neubau eines Fuß- und Radwegs entlang der Staatsstraße bis hin zur Einrichtung einer E-Ladesäule für PKW an der Kurallee. Die Erstellung eines Kanalkatasters, die Überarbeitung des Bebauungsplans, der Zusammenschluss der Wasserversorgungsanlagen und die Modernisierung der Kläranlage wurden ebenfalls in den letzten Jahren durchgeführt. Im Rahmen der ISEK Städtebauförderung wird ein Masterplan für die weitere Entwicklung der Gemeinde erstellt.

Ebenfalls wurde der Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet mit Glasfaser vorangetrieben. Den Gästen steht ein WLAN-Hotspot im gesamten Marktplatzbereich zur Verfügung. Am Ortseingang finden die Besucher eine interaktive Touch-Stele für Informationen rund um die Uhr, in der Gäste-Information und im Sengerhof gibt es neben der persönlichen Beratung auch digitale Infopoints.

Die BAXI-Linen im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs wurden um zusätzliche Linien erweitert. Besucher von Bad Neualbenreuth haben die Möglichkeit, mit der Gäste-Karte innerhalb des Gemeindebereichs kostenlos den BAXI-Service nach Voranmeldung zu nutzen.

Im Gemeindebereich wurden fünf „Blickpunkte“ errichtet, Plätze zum Entspannen an besonders schönen Aussichtspunkten. Touristisch relevante Ziele wurden im Rahmen eines Beschilderungskonzepts der IKOM-Gemeinden rund um Bad Neualbenreuth ausgeschildert.

Die zukünftige Ausrichtung von Bad Neualbenreuth wird der Weg des „naturnahen Bades“ sein. Eines der Hauptziele ist, Menschen, die dringend eine Auszeit benötigen, die Natur und vor allem den Wald als Quell der Gesundheit wieder nahe zu bringen, die so viel Gutes bereithalten. Der Gast von heute ist auf der Suche nach emotionaler Neuaufladung, nach einem Weg aus der digitalen Nervosität. Urlaub im Einklang mit der Natur, Momente der Stille zum Ausbalancieren der Sinne – unsere Nonstop-Gesellschaft braucht den Boxenstopp in der Natur, ein „Psychotop“ für individuelle Atempausen. Unsere wunderbare Landschaft, der herrliche Wald und die Wirkung der Heilquellen des Sibyllenbades bieten so viel, den Krankheiten unserer Zeit von Burnout, Herz-Kreislaufproblemen bis hin zu Erkrankungen des Bewegungsapparates vorzubeugen oder Linderung zu verschaffen.

Rund um Bad Neualbenreuth finden die Gäste über 200 km markierte Wanderwege, Streckenwege regionaler und überregionaler Wege mit geologischen Besonderheiten in fast unberührter Natur. Golfen, Yoga, Radfahren oder einfach spazierengehen seien als Auszug der Freizeit- und Erholungsangebote genannt.

Auch die Seele kommt bei einem Besuch nicht zu kurz. Gäste, die sich für eine Auszeit vom Alltag in Bad Neualbenreuth entschieden haben, können in persönlichen Gesprächen, bei Vorträgen oder meditativen Spaziergängen mit unserer Kurseelsorgerin austauschen und sich bei Bedarf Unterstützung und Hilfe holen.

Für das leibliche Wohl ist im Kurort bestens gesorgt:  Im gesamten Gemeindegebiet findet der Gast ein vielfältiges Speisenangebot: Gutbürgerliche bayerische und böhmische Küche, gehobene Küche, Wirte für gesundheitsbewusste Gäste, vegetarische und vegane Angebote.

Bei Veranstaltungen rund ums Jahr werden die Themen Gesundheit, Kultur, Unterhaltung, Aktiv und fit bedient. Die Angebote reichen von Vorträgen, Gesundheitstagen, Gesundheitswandern, geführten Wanderungen, Ausstellungen, Kurkonzerten, Lesungen und Ausflügen bis hin zu Vereinsfesten und überregional bedeutenden Veranstaltungen.

 

Viel ehrenamtliches Engagement

Nicht zuletzt kann Bad Neualbenreuth auf die permanente Unterstützung seiner 1300 Bürgerinnen und Bürger zählen. Die zahlreichen Vereine, allem voran der Fremdenverkehrsverein Neualbenreuth-Sibyllenbad mit seinen ehrenamtlichen Helfern haben immer wieder Großartiges auf die Beine gestellt. Das jährliche Kartoffelfest „Herbstzauber“ mit über 10.000 Besuchern zum Erntedankwochenende Anfang Oktober, die Laternenwanderung oder die Arbeit der Vereine zum Weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt, der über die Region hinaus bekannt ist, ist nur durch ehrenamtliches Engagement möglich.

Mächtig stolz ist Bürgermeister Meyer auf das erreichte Prädikat „Heilbad“ seiner Gemeinde. „Es ist Belohnung für die bisher geleistete gemeinsame Arbeit und zugleich Ansporn, unsere Bemühungen rund um das attraktive Angebot in Bad Neualbenreuth weiterhin fortzusetzen“. Bereits beim Besuch der Bewertungskommission im Sommer hatte der Rathauschef vermittelt, dass sich seine Kommune als „naturnahes Heilbad“ positioniert habe und nicht alleine die Tillenberggemeinde sondern auch das gesamte Stiftland, benannt nach dem Stift Waldsassen in der Klosterstadt, die Kreisstadt Tirschenreuth und die Glas- und Porzellinerstadt Mitterteich sich als Kurregion verstehe und ein ansprechendes ergänzendes Angebot bietet.

Für die nächste Zeit stehen schon neue Projekte an. Bad Neualbenreuth möchte im nächsten Jahr einen Ewilpa – Essbarer Wildpark – in alle Gemeindebereiche implementieren. In Zusammenarbeit mit Dr. Strauss wird der dritte Ewilpa Deutschlands bei uns eingerichtet werden.

Unter dem Motto „Wald und Gesundheit“ ist Bad Neualbenreuth als einer von 15 Orten zum Pilot-Ort ausgewählt worden. Gemeinsam mit dem Bayerischen Heilbäderverband und der LMU München wird der Wald in den Mittelpunkt der Gesundheitsförderung gerückt. Es werden Waldgesundheitstrainer ausgebildet, die ihr Wissen rund um die Waldgesundheit an die Gäste weitergeben werden.

Der Titel „Bad Neualbenreuth“ ist Anerkennung für die Arbeit und Anstrengungen der letzten Jahre, Anspruch, so zu bleiben, wie wir sind und Ansporn für die Zukunft, die Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste zu erkennen und zur deren vollen Zufriedenheit zu erfüllen.

Pressekontakt:

Gäste-Information Neualbenreuth/Sibyllenbad
Frau Ursula Stingl (Leitung)
Marktplatz 10
95698 Bad Neualbenreuth
Tel. 09638 933-250
E-Mail: ursula.stingl@sibyllenbad.de

Kurmittelhaus Sibyllenbad
Frau  Barbara Bannert
Kurallee 1
95698 Bad Neualbenreuth
Tel. 09638 933-155
E-Mail: barbara.bannert@sibyllenbad.de

RLS-Selbsthilfegruppe aus Passau in Neualbenreuth – Restless Legs Patienten suchen Linderung im Sibyllenbad

Neualbenreuth-Sibyllenbad. Seit vielen Jahren schon pflegt das Kurmittelhaus den Kontakt zur Restless Legs Vereinigung, insbesondere zur Selbsthilfegruppe Regensburg. Viele Menschen mit  dieser Erkrankung sind händeringend auf der Suche nach nebenwirkungsfreien Alternativen  zu einer lebenslangen Behandlung mit Medikamenten.

Das Krankheitsbild der „unruhigen Beine“  ist breit gefächert. Das Brennen, Kribbeln, Jucken bis hin zum Schmerz verhindert Ruhephasen und Schlaf,  sodass der gesamte Organismus erheblich gestört und durcheinander gebracht wird. An dieser Krankheit leiden in Deutschland über fünf Prozent der Bevölkerung, bei zwei Prozent besteht konkreter Behandlungsbedarf. Die übliche Therapie mit Medikamenten ist natürlich nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen, sodass viele der Erkrankten auf der Suche nach alternativen Behandlungsoptionen sind.

Die speziellen Radon-Kohlensäure Kombinationsbäder mit Sauerstoffinhalation im Sibyllenbad scheinen eine solche Alternative darzustellen und viele Betroffene suchen daher den Weg in das kleine Kurbad in der nördlichen Oberpfalz. Bereits 2010 war daher das Stiftland der Ort, an dem die Regensburger Gruppe unter ihrem Gründer und damaligen Leiter Josef Hofbauer ein rundes Jubiläum feierte. Hofbauer, der seit vielen Jahren das Sibyllenbadangebot nutzt,  ist überzeugt von der Wirkung der beiden Heilwässer in der Tillenberggemeinde. „Wenn die Grunderkrankungen hier erfolgreich behandelt werden können, gehen auch die Symptome des RLS merklich zurück“, so der betroffene, frühere Manager. Also machte er damals auch in der deutschlandweit erscheinenden Mitgliederzeitschrift auf das Neualbenreuther Angebot aufmerksam. „Wenn wir auch hier helfen können, ist das ein erneutes Zeichen für die positive Wirkung unserer ortsgebundenen Heilmittel Radon und Kohlensäure“ äußerte  Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger, der zunehmend RLS-Betroffene bei den medizinischen Gästen wahrnimmt.

Hofbauer war es, der auch heuer außerhalb der Oberpfalz auf das Behandlungsangebot im Sibyllenbad hinwies. Aktuell ist eine Gruppe von 10 Betroffenen aus Passau im Bad, die sich einer zweiwöchigen Behandlungsserie unterziehen. Bei der Begrüßung der Gäste und einem anschließenden Rundgang durch die Bereiche Medizin und Badelandschaft am Sonntag wies der Werkleiter auf die Besonderheit der medizinischen Bäder und ihre Wirkungsweise hin. Die Passauer Gruppe wird während ihres Aufenthaltes besonders intensiv vom medizinischen Leiter des Sibyllenbades, Dr. Omparkash Raj betreut. Neben der üblichen Erstuntersuchung durch den Badearzt erfolgt per Fragebogen die Erfassung des subjektiven Schmerzempfindens anhand eines standardisierten Fragebogens der RLS-Vereinigung. Abschluss-Untersuchung und erneute Befragung sind fester Bestandteil der Behandlungsserie.

Sowohl der frühere Chef der Regensburger Selbsthilfegruppe Hofbauer als auch Sibyllenbad-Leiter Geiger sind zuversichtlich, dass auch bei der Gruppe aus Passau Behandlungserfolge erzielbar sind.

RLS Passau und R im Sibyllenbad 10-2015

Die Restless Legs Selbsthilfegruppe aus Passau mit Vorsitzender Gisela Herzog-Moosmüller (2. v. links ) steht einer Behandlungsserie im Sibyllenbad mit den speziellen medizinischen Wannenbädern zuversichtlich gegenüber. Werkleiter Gerhard Geiger (1. v. links ) begrüßte die Gäste – unter Ihnen auch den Mitbegründer der Selbsthilfegruppen Josef Hofbauer (rechts) – an der Neualbenreuther Kurallee.

 

Selbsthilfegruppe beim Herbstzauber in Neualbenreuth – Restless Legs Gruppe Regensburg feiert am Sibyllenbad Jubiläum

Neualbenreuth/Regensburg.  Es gibt sicherlich viele Gründe, sich anlässlich des Kartoffelfestes in Neualbenreuth zu treffen. Dass eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen einer Krankheit den Kurort am ersten Oktoberwochenende zur Feier des 15jährigen Bestehens wählt, ist aber eher selten.

Der deutschlandweit agierende gemeinnützige Verein RLS e.V. mit Sitz in München zählt insgesamt 4.000  Mitglieder, die dezentral in lokalen Gruppen aktiv sind.

Seit dem Jahr 2000 besteht die Selbsthilfegruppe der Restless Legs Vereinigung Regenburg.

Bei dem Krankheitsbild der „unruhigen Beine“ fehlen den Betroffenen die Ruhephasen. Der gesamte Organismus kommt durcheinander. An dieser Krankheit leiden in Deutschland über fünf Prozent der Bevölkerung, bei zwei Prozent besteht konkreter Behandlungsbedarf. Die übliche Therapie mit Medikamenten ist natürlich nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen so dass viele der Erkrankten händeringend nach natürlichen Alternativen suchen.

Die speziellen Radon-Kohlensäure Kombinationsbäder im Sibyllenbad scheinen eine solche Alternative darzustellen und viele Betroffene suchen daher den Weg in das kleine Kurbad in der nördlichen Oberpfalz. Bereits im Jahr 2010 war daher das Stiftland der Ort, an dem die Regensburger Gruppe unter ihrem Gründer und damaligen Sprecher Josef Hofbauer ein rundes Jubiläum feierte. Hofbauer, der seit vielen Jahren das Sibyllenbadangebot nutzt,  ist überzeugt von der Wirkung der beiden Heilwässer in der Tillenberggemeinde. „Wenn die Grunderkrankungen hier erfolgreich behandelt werden können, gehen auch die Symptome des RLS merklich zurück“, so der betroffene frühere Manager. Also machte er damals auch in der deutschlandweit erscheinenden Mitgliederzeitschrift auf das Neualbenreuther Angebot aufmerksam. „Wenn wir auch hier helfen können ist das ein erneutes Zeichen für die positive Wirkung unserer ortsgebundenen Heilmittel Radon und Kohlensäure“ äußerte  Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger, der zunehmend RLS-Betroffene bei den medizinischen Gästen wahrnimmt.

Unter Leitung von Sprecherin Silvia Stelzl war die Selbsthilfegruppe am Freitag zunächst zu einem Informations- und Kulturprogramm in der Klosterstadt Waldsassen bevor es am Nachmittag zum Zimmerbezug nach Neualbenreuth und einem ersten Besuch der Heilwasserbadelandschaft ging. Erster Bürgermeister Klaus Meyer und Werkleiter Geiger begrüßten die Regensburger Gäste am Samstagvormittag offiziell an der Kurallee. Beim Rundgang durch alle Bereiche des Kurbades zeigten sich die Mitglieder beeindruckt von den Veränderungen durch die Modernisierungsmaßnahmen und auch vom attraktiven Parkplatz-Angebot.

Bei einer Ruhepause in Fellners Restaurant hatten die Gäste die Chance, durch Drehen der Lostrommel ein Medizinpaket im Wert von über einhundert Euro zu gewinnen. Stelzl bedankte sich bei Bürgermeister Meyer und Werkleiter Geiger für die Gastfreundschaft in Neualbenreuth und überreichte jeweils ein Präsent.

Die eigentliche Jubiläumsfeier der Selbsthilfegruppe fand dann abends in einer Gaststätte am Kurpark statt. Nach leckeren Grillspezialitäten stand die Ehrung von Mitgliedern an und natürlich kam der Gedankenaustausch unter den RLS-Betroffenen nicht zu kurz.

Für alle Regensburger dann am Sonntag eine Premiere: Das Kartoffelfest in Neualbenreuth, wo sich die Gäste bei einem abwechslungsreichen Programm unterhalten haben. Mit positiven Eindrücken ob der kulinarischen Vielfalt der Oberpfalz und der medizinischen Kompetenz im Sibyllenbad stand bei der Abreise fest: „Wir kommen gerne wieder.“

Badearzt Dr. Omparkash Raj und Sibyllenbad-Chef Geiger haben die RLS-Erkrankung weiter in besonderem Fokus. Bereits Ende Oktober werden Betroffene der Selbsthilfegruppe Passau zu einer medizinisch besonders betreuten Anwendungsserie in das modernisierte Kurmittelhaus kommen und die einzigartigen Kombinationsbäder nutzen.

RLS Jubiläum im Sibyllenbad 10-2015

Stolz auf 15 Jahre aktive Selbsthilfegruppe und beeindruckt vom vielfältigen Angebot zur Gesundheitsförderung und zum Wohlfühlen in Neualbenreuth waren die Mitglieder der Regensburger RLS-Gruppe. Sibyllenbadchef Gerhard Geiger (rechts) hatte den Gästen mit Gruppensprecherin Silvia Stelzl (2. von rechts) das Kurmittelhaus vorgestellt.