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5. Oktober 2017

Vortrag im Rahmen des Sibyllenbad-Forums: Radioaktivität zum Anfassen von Rudolf Geipel

Neualbenreuth/Regensburg. Im Rahmen des Sibyllenbad-Forums konnten sich Gäste aus Nah und Fern am vergangenen Mittwoch zum Thema Radioaktivität informieren. Mit Rudolf Geipel aus Regenstauf konnte ein kompetenter Referent gewonnen werden. Er ist Mitautor der Schrift „Radioaktivität und Strahlungsmessung“ des Bayerischen Umweltministeriums sowie weiterer Publikationen über Radioaktivität.

Die Radioaktivität so Geipel bei seinem Vortrag sei auf der Erde seit dem Urknall vorhanden und umgibt uns heute immer noch. Sie habe unser Leben erst ermöglicht und ist noch lebensnotwendig. Der Mensch habe ihr durch die Atombombe und durch schwer kontrollierbare Kernkraft sowie die daraus resultierenden Probleme der Entsorgung radioaktiver Abfälle ein schlechtes Image gegeben. Hinzu käme, dass man Radioaktivität nicht sehen, riechen, fühlen oder schmecken kann. Kein Wunder, dass man der Radioaktivität ablehnend gegenüber stünde und sich vor ihr fürchte, zumindest aber misstrauisch wäre.

Dabei vergesse man die vielen positiven, hilf- und segensreichen Anwendungen der Radioaktivität in Medizin und Technik, die Möglichkeiten des Einsatzes bei der Erkennung und Bekämpfung von Krebs oder die zerstörungsfreie Untersuchung von Werkstoffen. Er befasste sich mit der Thematik, ob auch geringe Mengen bereits gesundheitsschädlich sind und was eine höhere oder niedrigere Umweltradioaktivität bewirke.

Weiterhin behandelte er die Folgen der Radioaktivität in Lebensmitteln bzw. die Frage, ob es sogar Lebensmittel gäbe, die von Natur aus radioaktiv sind.

Der Autor vermittelte seinem Publikum Grundlagen, die jeder kennen sollte, damit er sich eine objektive Meinung bilden und sachlich urteilen kann.
Deshalb wurden bei diesem Vortrag nicht nur Bilder und Tabellen gezeigt, mit denen Fakten veranschaulicht wurden, sondern auch Versuche vorgeführt, die zeigten, wie um uns herum, in unserer Umgebungsluft, in unserem Wasser oder in unserer Erde bzw. in unseren Gesteinen, Radioaktivität vorhanden ist. Diese Versuche waren absolut ungefährlich, denn sie verwendeten nur „Dinge“, die uns sowieso tagtäglich umgeben.

Der ausführliche Vortrag passte das Thema gut zur Radontherapie des Sibyllenbades, die für die Patienten und auch für das eigene Personal unbedenklich ist.

Bei der Radontherapie in der Einzelwanne nimmt der Patient das Radon durch die Haut und die Atmung auf und gibt es durch die Atmung wieder ab. Dieser Vorgang wird Radontransfer genannt. Bei diesem zerfällt ein sehr kleiner Teil des Radons der Haut und im Körper und setzt Alpha-Strahlung frei. Dieser Zerfallsprozess löst die Biopositive Wirkung aus, die Entzündungen hemmt und anhaltend Schmerzen lindern kann.

Autor und Referent Rudolf Geipel im Sibyllenbad

 

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